Von: Karl-Heinz Leitz
Datum: 28.06.2017
Kategorie: Senioren



Sport-Union-Senioren Jahresausflug ins Saarland und Rheinland-Pfalz war wieder der Hit


Vier Tage Erlebnis pur – trotz tropischer Hitze


Knapp 30 NSU-Senioren beteiligten sich beim diesjährigen Viertages-Jahresausflug ins Saarland, der es trotz tropischer Hitze in sich hatte. Dazu stellte sich diesmal auch wieder das nach dem Organisator Bruno Krämer benannte "Krämer-Wetter" ein. Und dies gleich im Überfluss, mit tropischen Spitzentemperaturen von bis zu 37 Grad, beim Trierer Stadtrundgang. Doch die Senioren der Sport-Union sind hart im Nehmen, denn alle geplanten Ausflüge und Besichtigungen konnten dennoch mit Bereitstellung von viel Mineralwasser, problemlos durchgeführt werden. Nun der Reihe nach:

Nach zügiger Fahrt über die BAB-Kreuze Walldorf und Hockenheim, erreichte die Truppe auf dem Weg ins Saarland dort die Rastanlage Waldmohr, wo beim zweiten Frühstück zunächst der obligatorische Fleischkäseweck mit Kaffee, Sekt und Wein genossen wurden. Weiter ging die Fahrt dann über Landeshauptstadt Saarbücken direkt zur Völklinger Hütte, einem von derzeit 39 Welterbestätten der UNESCO in Deutschland.

Der dortige Besuch - wo einmal 17.000 Stahlkocher arbeiteten - kommt einem Abenteuer gleich: Denn gleich nach der gigantischen Gebläsehalle, wo der Wind zum Einblasen in die Hochöfen erzeugt wurde, geht es tief hinein in die dunklen Gänge der Möllerhalle. Danach führte der Anstieg hinauf in luftige Höhe von weit über 47 Metern auf die Aussichtsplattform bei der Hochofengruppe. Bei der Gichtbühne - so erzählte Guide Henne - wurden in 27 Metern Höhe die Rohstoffe in die Hochöfen gefüllt. Diese Bühne ist in ihrer ganzen Länge von rund 240 Metern begehbar. Nach über zwei Stunden kompetenter Führung durch den in weiten Teilen barrierefreien Rundgang, wurden die geschichtsträchtigen rostigen Anlagen der Gründerfamilie Röchling und heutigem Welterbes, für die NSUler gleich am ersten Tag zum eindrucksvollen Erlebnis. Danach war der "Willkommens-Hugo" mit Cannapees im Parkhotel Weiskirchen, zur richtigen Zeit gekommen. Wer nach dem Zimmerbezug später wollte, konnte nun Entspannung und Wellness im angrenzenden Vitalis suchen, oder wie immer zum Abschluss jeden Tages, auf der im Schatten liegenden Terrasse des Viersternehauses tropische Abende mit entsprechenden Drinks genießen.

Tag zwei des Ausfluges, führte direkt nach Saarburg, der über 1000-jährigen Stadt, im angrenzenden Rheinland-Pfalz gelegen. Das romantische Städtchen liegt eingebettet in Weinberge und Wälder mit sehenswerten Denkmälern ihrer Geschichte inmitten der einzigartigen Kulturlandschaft des Dreiländerecks Deutschland-Frankreich-Luxemburg. Gleich erwartete die Neckarsulmer am Rande des historischen Stadtkerns die von der Saartalbahn betriebene "Bimmelbahn". Während der ca. 30-minütigen Fahrt durch den Stadtkern und angrenzende Bereiche, bekamen die Gäste über den Lautsprecher des "Lokführers" viele Informationen vermittelt. Hinterher war dann per pedes das reizvolle Ambiente der pittoresken Altstadt angesagt, einem Flair von Klein-Venedig, mit Rauschen des dortigen 20-Meter-Wasserfalls. Für Freunde guten Essens und Trinkens war dann der kühle Keller des Gasthauses "Zum Pferdemarkt" eine zweistündige Rettung von der Mittagshitze. Nun ging's direkt nach Mettlach zum Fahrgastschiff "Maria Croon", zur Schiffstour durch die Saarschleife, einem der schönsten Flusslandschaften Europas. Hinterher war jeder froh, das kühle Hotel zu erreichen.

Am dritten Ausflugstag war nun die Universitätsstadt Trier - ebenfalls Weltkulturerbe - an die Reihe gekommen, wo auf die Vereinskameraden bei der Porta Nigra Stadtführer H. Konter wartete. Nun wurde, zunächst noch im kühlen Bus sitzend, eine Stunde lang bis zur Anhöhe über dem römischen Theater, die mit knapp 115.000 Einwohnern drittgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz erfahren. Dem folgte ein Rundgang durch die mehr als 2000 Jahre alte Stadt, die den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich beansprucht. Beim Exkurs, zuerst vorbei an der Porta Nigra und an vielen anderen römischen Baudenkmälern nebst Amphitheater, Konstantinbasilika und Dom, hangelte sich die Truppe von Schatten zu Schatten. Nur die interessanten Fakten des Stadtführers hielt die Sport-Unionler hier noch zusammen. Nachdem man am Ende im Zentrum den historischen Keller erreicht hatte, war jeder froh, im kühlen Gewölbe zur Einkehr verweilen zu können. Nach Eiskaffee - oder -Becher, wartete an der Porta Nigra dann der Bus in Richtung Standquartier.

Am letzten Tag war nach dem Auschecken noch in Mettlach die Besichtigung der Firma Villeroy und Boch, einem weltweit bekannten Hersteller von Keramikwaren, besichtigt. Die nach den beiden Gründern von 1748 benannte Firma befindet sich auch heute noch größtenteils im Besitz der Familien. Nach dem Firmen-Image-Film folgte in den historischen Räumen des ehemaligen Klostergebäudes, der Gang durch das Villeroy&Boch-Museum. Doch die Zeit für die umfangreichen Präsentationen des alten Porzellans war dafür viel zu kurz. Auch danach war jeder froh, wieder im temperierten Bus zu sitzen, der nun die Stadt Zweibrücken ansteuerte, wo in der Gartenwirtschaft des Valentins-Wirtshaus die willkommene Einkehr folgte. Auf dem weiteren Weg in heimische Gefilde, spendierte das Reisebudget noch die Kaffee- und Kuchenpause - bevor noch die Schlusseinkehr in der Ratsstube in Sinsheim-Dühren, den Abschluss bildete. Beim Resümee bedankte ich Armin Bauder im Namen aller Mitfahrer bei Senioren-Teamchef Krämer, für die klasse Zusammenstellung der Reise. Nun freut man sich in diesem Kreis bereits auf das nächste Projekt, das schon wieder in der Vorbereitungsphase steckt.


 
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