Von: Karl-Heinz Leitz
Datum: 08.01.2018
Kategorie: Senioren



NSU-Senioren auf Tagestour unterwegs – abwechslungsreicher Tag erlebt


Rottweil hat viele Facetten zu bieten


Die Senioren der Neckarsulmer Sport-Union hatten am letzten Dienstag zum alljährlichen Weihnachtsmarkt-Besuch die Stadt Rottweil auf dem Plan. So erlebten 45 Vereins-Ruheständler unter der Organisation des rührigen Senioren-Teamchefs Bruno Krämer, wieder einmal einen abwechslungsreichen Tag. Wenn auch der Weihnachtsmarkt selbst, am Ende nicht restlos begeisterte, so war es doch das Gesamtpaket des Tages, als richtig gelungenes Ausflugs-Event. Begonnen hatte das Ganze mit einer "Ehrenrunde" von Chauffeur Ralf um den nagelneuen Test-Turm der Firma Thyssenkrupp, der sicherlich ein neues Wahrzeichen Rottweils wird. Mit einer Höhe von 246 Metern und einem Investitionsvolumen von mehr als 40 Millionen Euro, unterstreicht damit Thyssenkrupp die besondere Bedeutung der Region. Der Turm dient dem Test sowie der Zertifizierung von Aufzugsinnovationen und trägt so zu erheblichen Verkürzungen der Entwicklungszeit zukünftiger und bereits in der Konstruktionsphase befindlicher Wolkenkratzer auf der ganzen Welt bei. Mit 12 Schächten und Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 18 m/s bietet der Turm nie dagewesene Möglichkeiten zur Lösung kommender Herausforderungen. Geboten wird den Besuchern auf 232 Meter die höchste Aussichtsplattform in Deutschland, mit Sicht bis weit in die Alpen. Wenig später wurde bereits die NSU-Besuchergruppe am Busparkplatz von den beiden Stadtführerinnen erwartet, die den Unterländern in knapp zwei Stunden die älteste Stadt Baden-Württembergs näherbrachten. Rottweil hat knapp 25.000 Einwohner und ist Große Kreisstadt. Bekannt wurde während des Rundgangs auch, dass hier bereits in römischer Zeit urbanes Leben herrschte. Der erste Rottweiler war also im Jahr 74 n. Chr. ein Römer. Denn da ließen sich Soldaten des römischen Imperiums nieder. Später gründeten die Staufer Ende des 12. Jahrhunderts das mittelalterliche Rottweil, das als denkmalgeschütztes Ensemble noch heute den Kern der malerischen Stadt bildet. Bis zum Dreißigjährigen Krieg erlangte die freie Reichsstadt als aufstrebende Wirtschaftsmacht Einfluss und als Gerichtsstandort Bedeutung für den gesamten südwestdeutschen Raum. Dass Rottweiler Bürger eindrucksvolle Kirchen und prächtige Wohnhäuser bauten, wurde bei der Exkursion deutlich. Dass aber Tradition auch prall von Leben sein kann, beweisen alljährlich die Rottweiler mit ihrer seit vielen Jahrhunderten gepflegten Fasnet. Weitbekannt ist hier der Rottweiler Narrensprung, der generell am Fasnachtsmontag, morgens um acht Uhr, stattfindet. Genau zum Glockenschlag strömen dann die vielen verkleideten Narren durch das berühmte Schwarze Tor Rottweils. Anschließend zieht die Schar in einem dreieinhalbstündigen Zug durch die Innenstadt, ähnlich wie die NSUler zur Besichtigung. Nachdem die Senioren zwischendurch von der Stadtmauer auch noch einen freien Blick zum Thyssen-Turm genossen, wurde im Dominikaner Museum das Orpheusmosaik besichtigt. Beeindruckend war für die Besucher danach auch das neurenovierte Heilig-Kreuz-Münster, durch seine diversen Kunstgegenstände wie z. B. Wandmalereien, den geschnitzten Verzierungen an den Holzbänken und sakralen Gegenständen. Die Kirche erstrahlt im gotischen Stil. Hier endete die sehr informative Besichtigung und von nun an war der Weihnachtsmarkt angesagt. Dieser zieht sich vor herrlicher historischer Kulisse, vom Schwarzen Tor durch die gesamte Hauptstraße. Eine Vielzahl von Händlern bietet hier in einheitlichen Hütten, ihre weihnachtlichen Produkte an. Heiße Maroni, Glühwein, Punsch, gebrannte Mandeln und Essenstände bereichern zudem das Angebot. Nachdem die Neckarsulmer noch die hereinbrechende Dunkelheit wegen des Lichterglanzes abgewartet hatten, war auf dem Rückweg noch ein Einkehr-Stopp im Hotel-Restaurant Krauthof in Ludwigsburg-Hoheneck eingeplant. Nach der Rückkunft in Neckarsulm ging ein insgesamt interessanter Ausflugstag zu Ende. (khl - Fotos: Leitz)


 
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